Steiermark

Newsletter Steiermark März 2021

wir sind wieder sichtbar in Aktion

Die Solidaritäts Moria Camp Wochenenden in Graz werden seit Beginn vor 6 Wochen von den OMAS GEGEN RECHTS regelmäßig aktiv unterstützt durch Ansprachen , Gesang, Brennmaterial ,Nahrung …….. Haltung und Überzeugung


Gudrun Gröbelbauer, OMA GEGEN RECHTS Moria Camp
Liebe Mitmenschen!

Es weht der eisige Wind der Menschenverachtung durch unser Land und seine Farbe ist türkis.

In dieser Woche wurden mehrere Kinder und Jugendliche,die hier aufgewachsen sind mit ihren Angehörigen aus Österreich nach Georgien und Armenien abgeschoben. Flankiert von zahlreichen maskierten Polizisten der Antiterroreinheit und von scharfen Hunden. Entgegen der Nehammer Propaganda hätte es einen rechtlichen Spielraum gegeben die Abschiebung zu verhindern.

Es weht der eisige Wind der Menschenverachtung durch unser Land und seine Farbe ist türkis.

In griechischen Flüchtlingslagern leben Kinder im Schlamm, in der Kälte und bitterer Not – werden Opfer von brutaler Gewalt – sind Krankheiten ausgesetzt und einer ungewissen Zukunft – sind so verzweifelt, dass sie an Selbstmord denken. Diesen Kindern und ihren Familien könnte durch eine Aufnahme in Österreich geholfen werden.

Doch es weht der eisige Wind der Menschenverachtung durch dieses Land und seine Farbe ist türkis.

Anstatt sich ihm energisch entgegenzustemmen lässt sich die grüne Regierungsriege von ihm mittragen und das ist fatal.

Für Sebastian Kurz und seine Schwestern und Brüder im Geiste zählt nur das politische Kalkül, das Macht bringt und erhält.

Die Formel lautet: Macht ist alles und der Zweck heiligt die Mittel. Anstand, Humanität, Solidarität mit den Schwachen und Hilflosen: unbekannt.

Es weht der eiskalte Wind der Menschenverachtung durch unser Land und seine Farbe ist türkis.

Er dient auch zur Ablenkung von der Tatsache , dass die türkise Regierungsriege von einem Desaster ins andere taumelt. BVT, Postenschacher, Schreddern, Gedächtnissschwund bei ÖVP Granden im parlamentarischen Untersuchungsausschuß und das eklatante Missmanagement der Coronakrise. Die Aufzählung der Desaster könnte ich noch länger fortsetzen.

Müssen wir den eisigen Wind der Menschenverachtung, dessen Farbe türkis ist wirklich als Naturereignis hinnehmen oder können wir ihn nicht als das erkennen, was er ist:

Das Werk von Menschen. Und Menschen können ihm auch Einhalt gebieten. Das ist der Auftrag der Stunde und liegt in der Verantwortung von jedem Menschen, damit von uns allen.

Von Albert Schweitzer stammt das Zitat: „Humanität besteht darin, dass niemals ein Mensch einem Zweck geopfert wird.“ Wohlan, lasst uns der Menschenverachtung Einhalt gebieten!

Das kann aber nur der erste Schritt sein. Der zweite Schritt muss sein für eine sich radikal wandelnde Welt politische Konzepte zu entwickeln und zu fördern. Konzepte, die nicht machterhaltende Umfragen, sondern das Wohl aller Menschen in den Mittelpunkt stellen. Machen wir uns an die Arbeit!

Auszug des Statements von Irmi Fritz – Trappel von den OMAS GEGEN RECHTS zum MORIA CAMP am 20.2.2021

Wir erleben aktuell, wie Kinder, die in Österreich aufgewachsen sind, abgeschoben werden. Flüchtlingskinder, die unter katastrophalen Umständen leiden, werden nicht ins Land hereingelassen. Und wir erleben, dass Flüchtlingskinder verschwinden. Es ist eine erschreckende Tatsache, dass EU-weit 10 000 Kinderflüchtlinge bei Interpol als vermisst gemeldet sind.

Unser Beitrag gilt diesen Kindern.

Kinder auf der Flucht, doch nie in Österreich angekommen

Ich sehe einen Buben vor mir, Karim, 14 Jahre. Nach monatelanger Flucht, unter größten Gefahren von Verfolgung und Gewalt, ist er in Österreich in einem Erstaufnahmezentrum angekommen.

2020 war er einer von 1300 unbegleiteten Kindern, die Österreich erreichten. 2019 waren es 900 Kindern,

Fast die Hälfte der unbegleitet geflüchteten Kinder verschwinden in Österreich.

Auch seine Spur verliert sich, der amtliche letzte Vermerk: „Transitreisender“…

Während in anderen EU Ländern vom ersten Tag an den Kindern und Jugendlichen pädagogische Betreuung, Dolmetscher und Rechtsbeistand gewährt werden, landen in Österreich die Kinder ab dem 14.Lebensjahr in der Grundversorgung des Bundes. Sie werden behandelt wie Erwachsene. Das bedeutet: minimaler Tagsatz, Wachpersonal ohne pädagogische Qualifikation, keine, bestenfalls minimale juristische, medizinische und sozialpädagogische Standards.

Verantwortlich: Herr Innenminister Nehammer. Die zunehmend härtere Asylpolitik unserer Regierung hat zu verantworten, dass Kinder, auf sich allein gestellt, den prekären Situationen der Ungewissheit im Asylverfahren viel zu lange ausgesetzt bleiben.

Erst wenn die Kinder unter den Bundesländern aufgeteilt werden, werden die Jugendämter für sie zuständig. Auch dann ist das Betreuungsangebot sehr unterschiedlich, die Tagsätze sind niedriger als die für österreichische Kinder.

Zurück zu Karim:

Karim ist in der Nacht von der Polizei aufgegriffen und ins Erstaufnahmezentrum gebracht worden, ohne Dolmetscher, ohne Information, er versteht nur: „Fingerabdruck…kapiert?“ Er wird einer fremden Person, einer „Remunerationsmutter“ zugeteilt, (Remunerationsmütter bedeutet: ebenfalls geflüchtete Personen im Camp schauen für Taschengeld auf diese Kinder.) Niemand fragt ihn: „Was brauchst du? Wohin willst du?“ Niemand sagt: „Ich bin für dich da“. Er ist allein mit der Angst wieder abgeschoben zu werden, den Alpträumen und Schlafstörungen, den Gefahren von sexuellen Übergriffen, von Betrügern und deren kriminellen Hintermännern. Die Unerträglichkeit der Ungewissheit steigt, für Karim bleibt nur eins: weiterflüchten, untertauchen, als „Transitreisender“.

Er bekam nicht den Schutz, den ein Kind braucht.

Wo bleiben da die Kinderrechte?


Termine in eigener Sache

18. März 2021 Walk und Talk
2. Frischluftspaziergang
Treffpunkt Oeverseegasse 12
8020 Graz

Jour Fixe der OMAS GEGEN RECHTS
derzeit via ZOOM
Termin und Zugangsdaten werden demnächst bekannt gegeben


Aktuelles

Frischluftspaziergänge – Steinaktion

statt Flugblatt – beschrifteter Stein

wir gestalten Steine mit kritischer Info / Parole
und OMAS GEGEN RECHTS Signatur
und legen sie an neuralgischen Plätzen auf.

bei Interesse an Beteiligung – siehe Termine in eigener Sache

OMAS GEGEN RECHTS am Speakerscorner zum internationalen Frauentag
mit Statements zu Kinder – und Frauenrechten sowie Lyrischem

8.März 2021

13h Jakominiplatz
14h Am Eisernen Tor
15h Landhaus/Ecke Landhausgasse
16 – 17h Hauptplatz/Ecke Sporgasse

Covid 19 Bestimmungen: FFP2 Masken, der geforderte Abstand wird mit abwaschbaren Kreidekreisen markiert, Passanten und Geschäftseingänge werden nicht blockiert.


https://klimavolksbegehren.at/mail-for-future/
die Parlamentarier im Umweltausschuss bestimmen maßgeblich ob die Forderungen des Volksbegehren nun auch umgesetzt werden


Alle Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag in Graz und Umgebung
http://www.0803.at/

Für Kurzentschlossene – Theater am Bahnhof
05.03.2021 um 14:00 Uhr Mariahilferplatz

Uns reichts – Solidarität jetzt
VIER FRAUEN – VIER BEGEHREN.

Gespräche im Rahmen der Aktion FRAUENBANKERL

Es treffen sich vier Frauen in Rollen aus dem Stück WIR BEGEHREN zu einem Frauenbankerltratsch mit Interessierten am Mariahilferplatz.

Hören Sie vier sehr persönliche und gleichzeitig fiktive Reden zu den Themen SCHÖNHEIT, TÄTER/OPFER, UNTÄTIGKEIT/ABWARTEN und ZURECHT-GESTUTZT-WERDEN
und reden Sie danach mit den Schauspielerinnen darüber.


informative Links

MORGENMOMENT

https://www.moment.at/ressort/morgenmoment
Fünf spannende Themen in drei Minuten. Der Morgenmoment ein Newsletter mit Haltung

ZackZack

https://zackzack.at/
unabhängiges österreichisches Boulevard- und Investigativmedium. Gegen die Oligarchisierung, für Medienvielfalt – politisch korrekt.


Wir bleiben wachsam und aktiv,
freuen uns über Rückmeldungen,
Interesse an den Veranstaltungen
und Teilnahme am Jour fixe.

die OMAS GEGEN RECHTS Steiermark


Seit Wochen zeigen OGR unter anderem mit Mahnwachen die Situation der geflüchteten Kinder auf Lesbos auf, wo das Grundrecht des Kindeswohls mehr als missachtet wird.

Ab 20.11.2020 präsentieren wir den neuen, von den OGR Steiermark produzierten, Kurzfilm

Kinderrechte – Grundrecht oder Luxus ?

Kritische Bestandsaufnahme der OMAS GEGEN RECHTS

oder online unter dem Link https://youtu.be/pscrzAn43ro

Die ursprünglich dazu geplante Podiumsdiskussion mit Expert*innen und die Präsentation des Kurzfilms im KIZ Royal Kino muss aufgrund der Covid-19-bedingten Einschränkungen verschoben werden.

Sobald die Kinos und andere Veranstaltungsorte wieder geöffnet sind, werden wir Euch herzlich zur Veranstaltung „Banditenkinder – Kinderrechte heute“ einladen, die das Thema des Films weiter vertiefen wird.


Diese Veranstaltung musste leider wegen der Corona Maßnahmen verschoben werden. Wir informieren, sobald es einen neuen Termin gibt.

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