Steiermark

Newsletter Steiermark

November 2022

Gudrun präsentiert die Stellungnahme des Grazer Frauenrates bei den Solidaritätskundgebungen am 8. Oktober und 5. November gegen die Verletzung der Frauenrechte und die brutale Unterdrückung von Demonstranten im Iran

Frauen im Iran wollen Selbstbestimmung über das eigene Leben. Das ist ihr gutes Recht, ihr Menschenrecht. Es geht bei den regimekritischen Protesten nicht um ein Kopftuch oder Verhüllung, es ging nie um Religion. Die Reaktion der iranischen staatlichen Organe gegen die Proteste zeigt, es geht um Unterdrückung und Macht und Gewalt. Bereits über 180 Tote, unzählige Verletzte und Verhaftete wurden in Kauf genommen, um die Zwangsherrschaft aufrecht zu erhalten. Unter den Verhafteten sind viele Frauenrechtlerinnen, Journalist*innen und Studierende.

Wir betrauern Mahsa Amini und die anderen Opfer, fühlen mit deren Angehörigen und bewundern den Mut und die Unerschütterlichkeit der Protestierenden. Als Zivilgesellschaft unterstützen wir alle Initiativen, die den Opfern helfen.

Wir fordern aber auch die österreichische Regierung auf, allen Einfluss geltend zu machen, um den Menschenrechtsverletzungen im Iran Einhalt zu gebieten. Außerdem ist es wohl eine Selbstverständlichkeit, dass keine Abschiebungen in den Iran stattfinden.


aktuelle Termine

Jour Fixe der OMAS GEGEN RECHTS

15.11.2022
Cafe Palaver , Graz Lendplatz 38
Beginn 18 Uhr

13.12.2022
Cafe Palaver , Graz Lendplatz 38
Beginn 18 Uhr

Unverändert beschäftigt die prekäre und bedrückende Situation von Kindern auf der Flucht und von Kindern in Armut – wir setzen uns weiter hartnäckig für die Umsetzung der Kinderechte ein.

Dazu ein Hinweis
Mittwoch, 16. 11. Radio Helsinki 15 – 16:00
Sendung Kinderrechteforum im Radio Helsinki life
zum Thema Fluchtwaisen mit

Conny Schweiner – Steiermark hilft Ukraine
Irmgard Fritz Tappel – OMAS GEGEN RECHTS
Katja Hausleitner und Romana Rossegger – Kinderbüro


Fluchtwaisen-Krise: Unterstütze unseren offenen Brief

in den öffentlichen Debatten der letzten Wochen um die Unterbringung von Asylwerber:innen ist völlig untergegangen, dass auch tausende Fluchtwaisen, Kinder, die ohne ihre Eltern nach Europa fliehen mussten, betroffen sind.
Immer noch verschwinden wöchentlich hunderte Kinder aus den Einrichtungen des Bundes und gleichzeitig werden über 1.000 Minderjährige in Bundesquartieren mit unzureichender rechtlicher Vertretung und inadäquater Betreuung im Stich gelassen. Da die beteiligten staatlichen Institutionen (Bund, Länder) sich auf keinen gemeinsamen Weg verständigen können, muss eine Lösung der Fluchtwaisen-Krise zur Chefsache gemacht werden.
Über 40 Organisationen arbeiten in der Kampagne KIND ist KIND seit Frühjahr dieses Jahres daran, die Betreuung von Fluchtwaisen in Österreich zu verbessern. Sie appellieren angesichts der unerträglichen Situation mit einem offenen Brief an Bundeskanzler Nehammer und Vizekanzler Kogler.

Link zum Brief – bitte öffnen und weiterteilen

https://asyl.at/de/kindistkind/kindistkindoffenerbriefankanzlerundvizekanzler/


Einladung zur Online-Buchpräsentation
Angst und Angstmacherei
Für eine Wirtschaftspolitik, die Hoffnung macht

mit Markus Marterbauer
Donnerstag, 1. Dezember 2022 18:00 Uhr

Melden Sie sich bitte mittels Mail an [email protected], damit wir Ihnen den Link für das Zoom-Meeting zusenden können.


Literaturhaus Graz
Mittwoch, 7. Dezember 2022, 19 Uhr

Österreichisches Kabarettarchiv

Ein Abend für Jura Soyfer zum hundertzehnten Geburtstag
„…ein armer Vorklang nur zum großen Lied“

Jurij (genannt Jura) Soyfer wurde am 8. Dezember 1912 in der damaligen ukrainischen Gouvernment-Hauptstadt Charkow (Charkiw) in eine überaus vermögende bildungsbürgerliche Familie hineingeboren.Aus Furcht vor einem bolschewikischen Umsturz flüchtete die Familie nach Wien.
Mit Fünfzehn trat er, unter dem Eindruck des Justizpalast-Brandes, dem Verband Sozialdemokratischer Mittelschüler bei. Er hatte noch im Gymnasium zu publizieren begonnen: Polemiken gegen das herrschende Schulsystem. – Anfang der 1930er-Jahre veröffentlichte Soyfer Prosa und politische Lyrik in der „Arbeiter-Zeitung“, dem Parteiorgan der Sozialdemokratischen Partei

1938 wurde er bei einem Fluchtversuch verhaftet und vorerst ins KZ Dachau verbracht, wo zusammen mit Herbert Zipper das „Dachau-Lied“ entstanden ist. Im KZ Buchenwald stirbt Soyfer am 16. Februar 1939, mit Sechsundzwanzig, an Entkräftung und einer Typhusinfektion.

Eintritt frei!

Kontakt und Info: www.kabarettarchiv.at E-Mail: [email protected]


Literaturhaus Graz
Samstag, 10. Dezember 2022, 14-18 Uhr

Begrüßung
Grußworte der Bürgermeisterin Elke Kahr

Veranstalter: Stadt Graz
Grazer Initiative für Frieden und Neutralität;

Anmeldung erbeten unter: [email protected]


WANTED – besonderes Stellenangebot

Ab März 2023 wird für die Geschäftsführung des Grazer Frauenrats eine Person (w/m/d) gesucht

Bewerbungen bis 05.12.2022
an [email protected]
Nähere Information: Stellenausschreibung

Gehalt → KV BABE VB 7
• mind. 25 Wochenstunden

Der Grazer Frauenrat ist ein überparteiliches, autonomes Netzwerk von Fraueninitiativen, Vereinen und Organisationen. Wir verstehen uns als Sprachrohr für feministische Anliegen in Graz, setzen uns für mehr Geschlechtergerechtigkeit ein und treten gegen Sexismus und Diskriminierung von Frauen auf.


Jüdisches Leben in Graz

Graz Museum Sackstraße
2022-10-26—2023-08-27

Die Herbstausstellung des Graz Museums widmet sich der Geschichte der jüdischen Bevölkerung von ihrer ersten urkundlichen Erwähnung (1147 Steiermark, 1261 Graz) bis in die Gegenwart. Sie setzt sich das Ziel, jüdische Identität in ihrer Vielfalt zu vermitteln. Durch die wiederholte Vertreibung und Vernichtung jüdischen Lebens wurde der Zugang zu diesem Teil der Grazer Geschichte vielfach zerstört. So begibt sich die Ausstellung auf die Spurensuche, sie ergründet, was es bedeutet, in Graz jüdisch zu sein und jüdisch zu leben. Wie hat sich jüdisches Leben in der Vergangenheit gestaltet, wie drückt es sich heute aus? Wie war und ist es in der Stadt präsent? Welche politischen, ökonomischen, kulturellen und religiösen Faktoren beeinflussen das Leben?


diesmal Buchempfehlungen von Helga Schreiner

Zukunft machen wir später
Die Berliner Musikerin und Autorin Christiane Rösinger gibt seit September 2015 Deutschunterricht für Geflüchtete. Ihr Kreuzberger Anfänger-Kurs ist Teil einer freien Deutschkurs-Initiative für Menschen, die oft keine anderen Angebote zum Spracherwerb bekommen.

Die Autorin beschreibt ihre Erfahrungen als Unterrichtende und den Umgang mit ihren Schüler*innen. Dabei schildert sie nicht nur die Fallstricke, die die deutsche Grammatik zu bieten hat, sondern spart auch organisatorische Problemfelder und fragwürdige politische Entscheidungen in diesem Zusammenhang nicht aus.

Sehr wirklichkeitsnah! Bei manchen Abschnitten muss man schmunzeln, bei anderen eher mit den Zähnen knirschen!

und von Ulrike Mädje

unlearn patriarchy
Die Herausgeberinnen – Lisa Jaspers,Naomi Ryland , Silvie Horch – legen eine Sammlung von Texten vor, die davon handeln, sich von all denn Vorstellungen und Glaubenssätzen frei zu machen, die uns eingetrichtert wurden von der Gesellschaft, in der Frauen immer noch weniger wert sind als Männer. Es geht darum , das System und uns selbst zu hinterfragen und herauszufinden , ob es nicht auch anders geht , eben um “ unlearn patriarchy“ .


jede noch so kleine Spenden hilft
Kontonummer:
AT93 3842 0000 0002 7516
BIC: RZSTAT2G420
Kontoinhaberin:
Flüchtlingshilfe/refugee assistance – Doro Blancke


MORGENMOMENT
https://www.moment.at/ressort/morgenmoment
Fünf spannende Themen in drei Minuten. Der Morgenmoment ein Newsletter mit Haltung

ZackZack
https://zackzack.at/
unabhängiges österreichisches Boulevard- und Investigativmedium. Gegen die Oligarchisierung, für Medienvielfalt – politisch korrekt.

asylkoordination österreich
Burggasse 81/7 A -1070 Wien
www.asyl.at

Courage – Mut zur Menschlichkeit
https://www.courage.jetzt/landkarte-der-sicheren-plaetze/



Wir bleiben wachsam und aktiv,
freuen uns über Rückmeldungen,
Interesse an den Veranstaltungen
und Teilnahme am Jour fixe.

die OMAS GEGEN RECHTS Steiermark

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