Presseaussendung: Kampagne für Medienfreiheit Wirfuerdenorf startet österreichweite Initiative

wirfuerdenorf ist eine Plattform aller wichtigen Einrichtungen der Zivilgesellschaft so zahlreicher namhafter Persönlichkeiten und Medienexpert/inn/en.

wirfuerdenorf bildet eine breite Allianz zur Mitsprache bei der Mediengesetzgebung, für mehr Medienfreiheit und demokratiefördernden Journalismus. 

Angriffe auf Medien, Message Control und das Ende der Kurz-Strache-Regierung haben gezeigt, wie wichtig unabhängige Medien und die Informations- und Pressefreiheit sind, und wie schnell all dies verloren gehen kann. Das gilt sowohl für den ORF als größtes österreichisches Medienunternehmen als auch für jedes andere Medium in Österreich.

Aus diesem Grund startet wirfuerdenorf im beginnenden Wahlkampf eine österreichweite Kampagne. Der Umbau des ORF zum Staatsfunk muss verhindert, die Käuflichkeit von Medien muss unterbunden werden.

Die Kampagne wurde am 5.6., im Semper Depot – dem Atelierhaus der Akademie der Bildenden Künste, die als Gastgeberin fungierte – vorgestellt: von Philippe Narval (Forum Alpbach), Rubina Möhring (Reporter ohne Grenzen), Maria Mayrhofer (#aufstehn), Daniela Kraus (Presseclub Concordia) und Gerhard Ruiss (Wir für den ORF).

wirfuerdenorf tritt für folgende Ziele ein:

1. ein besseres ORF-Gesetz und eine Reform der Medienförderung

2. ein Ende der politischen Gängelung des ORF und anderer Medien; keine öffentlichen Gelder für politische Propaganda

3. einen entpolitisierten ORF-Stiftungsrat: der Stiftungsrat darf nicht weiter der „lange Arm“ der jeweiligen Regierung sein

4. Beibehaltung des ORF-Programmentgelts, keine Finanzierung aus dem Staatshaushalt

5. finanziell und personell gut ausgestattete Redaktionen, ein Ende des politisch oktroyierten Journalist/innen-Abbaus

6. ORF-interne Reformen – mehr Geld für Programmarbeit, keines für unwirtschaftliche Neubauten oder ein Übermaß an teuren externe Beratungsleistungen

7. die Erhaltung des Funkhauses Wien als Radiostandort für die dortigen Sender, was dem ORF Millionen erspart und die innere Pluralität fördert

8. mehr Unterstützung für kommunale und nicht-kommerzielle Radio- und Fernseharbeit sowie generell für Medien abseits des Boulevard

9. ein Ende der Message Control – Regierung und Parlament sind verpflichtet, Journalist/inn/en nicht nur Rede, sondern auch Antwort zu stehen

Diese Ziele sollen erreicht werden durch:

1. Garantien aller wahlwerbenden Parteien für volle Medienfreiheit; das Bekenntnis zu einem starken unabhängigen ORF in ihren Wahlprogrammen und im Regierungsprogramm – die Ziele von wirfuerdenorf sollen Eingang in die Wahlprogramme und in das künftige Regierungsprogramm finden

2.  die Einbindung aller medienpolitischen Gruppierungen und Institutionen in sämtliche Medienreformen von Anfang an

3. durch von wirfuerdenorf  initiierte Aktionen mit Bürger/innen-Beteiligung

Die visuelle Form der Kampagne von wirfuerdenorf:

Das ebenso auffällige wie edle Kampagnendesign von wirfuerdenorf stammt von Francesco Ciccolella, der als international stark nachgefragter Illustrator u.a. für den New Yorker, den Guardian und Die Zeit tätig ist, sowie von den Grafikerinnen Maria Kranzler und Jana Frantal. Drei Sujets wurden heute präsentiert, über den Sommer folgen weitere. Die Sujets werden über Social Media und im öffentlichen Raum verbreitet.

Weitere Informationen: www.wirfuerdenorf.at

Die künstlerischen, organisatorischen und redaktionellen Leistungen für wirfuerdenorf wurden und werden ehrenamtlich erbracht. Zur Bedeckung von Außenkosten sind wir für Unterstützungen in Form von Spenden dankbar.

Spendenkonto Wir für den ORF – Kampagne für Medienfreiheit: Raiffeisen Landesbank NÖ-Wien AG, IBAN: AT65 3200 0000 1292 4551, BIC: RLNWATWW

Proponent/innen und Unterstützer/innen von wirfuerdenorf  sind (Stand 5.6.2019): Barbara Albert, Udo Bachmair, Gerald Bast, Reinhold Bilgeri, Eva Blimlinger, Ingrid Brodnig, Michael Bünker, Isolde Charim, Barbara Coudenhove-Kalergi, Leonhard Dobusch, Klaus Elsbacher, Paul Elsbacher, Christina Fichtinger, Franzobel, Barbara Frischmuth, Petra Ganglbauer, Karl Markus Gauß, Yvonne Gimpel, Paul Gulda, Maja Haderlap, Sven Hartberger, Josef Haslinger, Monika Helfer, Michael Heltau, Peter Henisch, Markus Hering, Karl-Heinz Hinrichs, Friedrun Huemer, Elfriede Jelinek, Monika Kircher, Edelbert Köb, Michael Köhlmeier, Alfred Komarek, Anna Maria Körbisch, Daniela Kraus, Erika Kronabitter, Erwin Leitner, Chris Lohner, Maria Mayrhofer, Robert Menasse, Felix Mitterer, Rubina Möhring, John Morrissey, Wolfgang Müller-Funk, Bertl Mütter, Philippe Narval, Peter Natterer, Marianne Nentwich, Helmuth A. Niederle, Cornelius Obonya, Jani Oswald, Albin Paulus, Hermes Phettberg, Erwin Piplits, Erika Pluhar, Martin Pollack, Wolfgang Puschnig, Doron Rabinovici, Willi Resetarits, Werner Richter, Peter Rosei, Eva Rossmann, Gerhard Roth, Gerhard Ruiss, Christina Sanoll, Susanne Scholl, Stephan Schulmeister, Helga Schwarzwald, Kurt Schwertsik, Gregor Seberg, Erwin Steinhauer, Marlene Streeruwitz, Barbara Teiber, Ilija Trojanow, Fred Turnheim, Peter Turrini, Erwin Wagenhofer, Vladimir Wakounig, Peter Waterhouse, Ulli Weish, Christian Wiesmann

#aufstehn, esbleibtdabei, Europäisches Forum Alpbach, EVAL Ramsau, Freirad – Freies Radio Innsbruck, diverted music, GPAdjp Gewerkschaft der Privatangestellten Druck – Journalismus – Papier, Grazer Autorinnen Autorenversammlung, IG Autorinnen Autoren, IG Kultur Österreich, IG Übersetzerinnen Übersetzer, Initiative Minderheiten, Klangforum Wien, mehr demokratie! – parteiunabhängige initiative für eine stärkung direkter demokratie,  ÖJC – Österreichischer Journalistenclub, Omas gegen Rechts, Österreichischer PEN Club, Presseclub Concordia, Radio Agora, Radio Freequeens, Radio Orange, Reporter ohne Grenzen, Shakespeare im Park, UKI – Unterstützungskomitee zur Integration von MigrantInnen, Verband Freier Radios Österreich, Verein für Medienkultur

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