Offener Brief an Bundespräsident und Regierung

Wir fassen es nicht! Wie kann es in diesem unserem Land so weit kommen, dass man kleine Kinder – hier geboren – mitten in der Nacht mit Polizeigewalt aus dem Land wirft?

Wie kann es sein, dass Vermummte und Hunde dabei mithelfen?

Österreich ist eine Demokratie – und hat alle internationalen Kinderrechtskonventionen unterzeichnet!

Wir machen uns schuldig! Gegenüber diesen Kindern und gegenüber der ganzen Welt!

Wir OMAS GEGEN RECHTS wehren uns entschieden dagegen, dass diese Regierung aus Österreich ein Land der Kälte und Unmenschlichkeit macht!

Holen Sie die abgeschobenen Kinder sofort zurück und vergeben Sie allen hier geborenen Kindern automatisch die österreichische Staatsbürgerschaft!

Susanne Scholl und Monika Salzer für die OMAS GEGEN RECHTS 
OMAS GEGEN RECHTS
Löwengasse 18/2
1030 Wien

http://omasgegenrechts.at

[email protected]

OÖ. Landesförderung für Burschenschaften – schon wieder!

Sehr geehrter Herr Landeshauptmann Stelzer,

in verschiedenen Medien haben wir von dieser neuerlichen finanziellen Förderung der OÖ. Burschenschaften im Sommer 2020 erfahren.
Wird somit mit unser Steuergeld die rechtsextreme Szene in OÖ mit ihren vielen Einzelfällen unterstützt?

Es ist so unglaublich und wir sind vor allem von Ihnen sehr enttäuscht, weil Sie damit demokratiefeindliche Gesinnungen und Aktivitäten unterstützen oder wollen sie einfach ihren (künftigen) Koalitionspartner FPÖ nicht vergrämen?
Es spricht auch für sich, dass sie auf eine en bloc Abstimmung beharrt haben.

Sie lehnen Extremismus ab, sagen Sie und weigern sich beharrlich konkret Rechtsextremismus abzulehnen, der aber gerade in OÖ DAS Problem ist.
In Ihrem Handlungskonzept gegen Extremismus dürfen uns aber wir mit andere Organisationen, die der Plattform „Donnerstagsdemos“ angehören, wiederfinden.
Wie verkehrt ist denn diese Welt!?

Uns ist bewusst, dass sie große, demokratisch legitimierte Macht in der Hand haben.
Nützen Sie sie bitte und befürworten sie keine weiteren Förderungen der OÖ. Burschenschaften – der Demokratie, der Weltoffenheit und dem Ansehen Oberösterreichs zuliebe.

Freundliche Grüße
OMAS GEGEN RECHTS
Helene Kaltenböck, Landessprecherin OÖ
Monika Salzer, Obfrau
www.omasgegenrechts.at

Aufnahme von Geflüchteten in Österreich

Sehr geehrter Herr Bundespräsident
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler
Sehr geehrte Bundesregierung

Omas gegen Rechts haben am 15. Dezember d.J. eine Petition mit einem Appell für die Aufnahme von Geflüchteten aus der Hölle der griechischen Lager ins Netz gestellt. 

https://mein.aufstehn.at/petitions/omas-gegen-rechts-fur-menschen-in-not-rettet-die-menschen-vor-den-ratten-und-der-kalte

In nur 10 Tagen haben über 5000 Personen diese Petition unterzeichnet; es werden stündlich mehr: Allein seit gestern (5043 Unterschriften) sind bis zu dieser Stunde noch weitere 500 Unterschriften dazu gekommen. 

Wir wissen, dass Sie, sehr geehrter Herr Bundespräsident, wie wir der Meinung sind „wir haben Platz“ und unser Anliegen, einigen Hundert Familien bei uns in Österreich Sicherheit und Schutz zu geben, unterstützen. 

Dazu sind übrigens auch die anderen Europäischen Staaten moralisch verpflichtet, und ich ersuche Sie, sehr geehrter Herr Bundespräsident, Ihren Einfluss dahingehend geltend zu machen.

Sie jedoch, Herr Bundeskanzler, und Sie, Damen und Herren der Österreichischen Bundesregierung, stellen sich blind und taub gegenüber einem nicht zu beschreibenden Elend, bei dem Kinder und Erwachsene in Kälte und Schlamm dahinvegetieren. Ihre Haltung, Herr Kurz, ist beschämend. Daran ändert beten im Parlament nichts. Menschen in diesen Lagern brauchen sofortige Auflösung der Lager, Aufnahme in unserem Land und unseren Schutz. Tausende Menschen hier in Österreich haben sich dazu bekannt, Geflüchtete bei uns aufzunehmen und ihnen hier bei uns Sicherheit und Schutz zu geben.

Wir appellieren also ganz dringend an Sie, Herr Bundeskanzler Kurz, an Herrn Vizekanzler Kogler, an Innenminister Nehammer, an Finanzminister Blümel, an Außenminister Schallenberg sowie an alle anderen Mitglieder der Bundesregierung sofortige Maßnahmen zur Aufnahme von einigen Hundert Familien aus Kara Tepe zu setzen und auch diesen Menschen ein Neues Jahr in menschenwürdiger Umgebung zu ermöglichen.

Mit den besten Wünschen für schöne Feiertage, die nicht nur Ihnen und Ihren Familien, sondern auch uns allen Freude und physische und soziale Gesundheit bringen mögen,

Mag.a. Evelyn Böhmer-Laufer

Omas gegen Rechts

Sehr geehrter Herr Außenminister Mag. Schallenberg!

Heute ist Weihnachten, und ich möchte Ihnen persönlich als Privatperson mitteilen, dass ich an diesem Tag heuer sehr traurig bin.

Die Weihnachtsgeschichte, die in unserem Österreich eine große Tradition hat, ist heute natürlich ganz präsent – die Geschichte von Maria und Josef in einer Notlage, die an jeder Tür abgewiesen werden, bis sie schließlich das Wunder der Geburt Jesu in einem schmutzigen Stall erleben…

Ich kann heute nicht freudig Weihnachten feiern, in einer warmen Wiener Wohnung, mit einem leckeren Festessen und Geschenken, die in Wirklichkeit kein Familienmitglied wirklich braucht. Denn ich kann die Bilder aus dem griechischen Lager in Lesbos nicht aus meinem Kopf verdrängen… Was werden die Menschen heute dort essen? Wie werden sie ihre Kinder eine weitere Nacht auf kalte, durchnässte Matratzen betten, in einem feuchten Zelt, wo der Regen durchrinnt und der Wind durchpfeift??

Die Parallele zur Weihnachtsgeschichte habe ich noch nie so deutlich erlebt wie in diesem ohnehin schon so belasteten Jahr! Das mag vielleicht sentimental erscheinen, aber nein, ES IST BEINHARTE REALITÄT!

Heute habe ich im Mittagsjournal gehört, dass die griechische Regierung ihr Einverständnis gegeben hat für ein Tagesbetreuungszentrum, das Bildungsangebote und „Beratung“ für die Eltern der Kinder in Kara Tepe anbieten soll! 

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